Impuls vom 18. Juli 2018

Losung

Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der HERR, denn ich bin euer Herr! Und ich will euch holen und will euch bringen nach Zion.

Jeremia 3,14

Lehrtext

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Johannes 6,37

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 15. Juli 2018 bis Samstag, 21. Juli 2018

Wochenspruch

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2, 19)
 

Feiertag

7. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Was macht satt? Was stillt das Verlangen im Magen, was den Hunger nach Leben? Mit diesen Fragen macht der 7. Sonntag nach Trinitatis jedoch nicht nur auf die eigene Sättigung aufmerksam, sondern ebenso auf den Hunger des oder der Anderen. Das Teilen des Brotes während der Abendmahlsfeier, nicht zu trennen vom Teilen der Lebensmittel steht im Mittelpunkt der biblischen Texte für den Gottesdienst.
Gott gibt jedem Wesen, was es zum Leben braucht. Zum Verderben führt, was davon aus alleiniger Sorge um das eigene Wort für sich behalten wird. Zum Wohl der Gemeinschaft wird, was weitergegeben wird. 

Thema

Am Tisch des Herrn

Phil 2, 1-4

1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,

2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.

3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 

4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Andacht der Woche

Hinterm Horizont geht´s weiter

Meinen Sommerurlaub verbringe ich gern am Meer. Wenn ich am Strand sitze und die Wellen zähle, kann ich alles, was mich beschwert, einfach abladen. 

Ich tauche ein in dies durchsichtig-blaue glitzernde Spiel von Oben und Unten, von Ebbe und Flut, Hell und Dunkel, Kummer und Freude.

Ich tauche einfach ab – drei Wochen lang.

Vieles relativiert sich da. Viele Sorgen werden klein. Viele Fragen dürfen ruhen.

Ich blinzele ins Gegenlicht – einfach nur so. Oder lese ein Buch.

Vielleicht kommen auch Freunde vorbei, die ich hier fast jedes Jahr treffe. Und bringen einen Picknickkorb mit und eine Decke.

Im Schneidersitz essen wir vom mitgebrachten Brot, vom Käse und den Trauben; wir teilen Saft, Wasser und Wein – und vergessen die Sonnenhüte aufzusetzen...so schön kann der Sommer sein.

Wir sind gar nicht weit weggefahren – und fühlen uns doch wie an einem von unserem Alltag weit entfernten Ort. Es braucht nicht viele Kilometer, um innezuhalten, langsamer zu atmen, das Grübeln zu lassen...einfach mal nichts zu denken. Oder eine ganz neue Perspektive zu gewinnen: auf den Sommer und die Welt, auf unser Leben und auf die, die wir lieben oder nicht mehr.

Hier fühle ich mich aufgehoben und zuhause. Und daheim komme ich mir doch oft so fremd vor in einer Welt, die Kopf zu stehen scheint. Wo alle so beschäftigt damit sind, das beste für sich herauszuholen, dass für die am Rand nichts mehr übrig bleibt.

Warum bleibe ich nicht hier? Aussteigen. Sich verweigern. Im Urlaub bleiben!

Geht natürlich nicht.

Will ich vielleicht auch gar nicht.

Aber den Alltag und das geschäftige Treiben mal vom Rand aus betrachten, tut gut.

Vielleicht ist Heimat da, wo Menschen in Gottes Namen miteinander teilen. Brot und Wein. Haus und Hof. Freude und Kummer...

Heute werde ich einfach hier sitzen bleiben, bis die Sonne untergeht und das Meer sich türkis färbt und smaragdfarben. Und dann grau und schwarz. Und werde warten, bis der Mond aufgeht und die Ruhe der Nacht das fröhliche Lachen der letzten Badenden aufnimmt.

Morgen beginnt in Gottes Namen ein neuer Tag.

Morgen bekommen wir in Gottes Namen eine neue Chance, an einer friedvollen und gerechten Welt zu bauen.

Ich kann es jetzt nur noch ahnen, wo das Meer in den Himmel übergeht und wo Freude und Kummer sich aussöhnen miteinander: Hinter'm Horizont geht’s weiter.

Pn. Dr. Sybille C. Fritsch-Oppermann

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen Losungen

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Pastorin Heike Merzyn aus Hannover

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Morgenandacht

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Gott freut sich an echten Helden, die freiwillig, mutig und selbstlos für das Leben, für den anderen einstehen, sagt Joachim Kretschmar und erzählt von ihnen.

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Wochenlied

Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen (EG 221) und Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut (EG 326)

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